Kroatien – ein kleiner Reisebericht

12. Mai 2026

Mein erstes und einziges Tenniscamp – Vrsar/Kroatien
04.04. – 11.04.2026
Es war tatsächlich mein erstes Tenniscamp überhaupt – und vielleicht auch mein einziges.

Aber wie heißt es so schön: Man soll niemals nie sagen…

Vom 04. April bis 11. April 2026 ging es für unsere Tennisabteilung des FC Frankonia Eltingshausen nach Kroatien, genauer gesagt nach Vrsar. Insgesamt nahmen 13 Tenniskolleginnen und Tenniskollegen, teilweise auch mit Kids, an dieser Reise teil – eine richtig schöne Truppe, bestens gelaunt und voller Vorfreude. Auch die sympathische, befreundete fünfköpfige Familie aus Hamburg von unserem Trainer Sebastian haben bestens dazu gepasst und hatten ihre Freude. Angeregt wurde dieses Camp von unserem Trainer Sebastian, der die Idee hatte, unsere Tennisspieler sportlich auf die kommende Tennissaison vorzubereiten. Und tatsächlich: Die Zustimmung war groß. Viele wollten dabei sein – nicht nur wegen Tennis, sondern auch wegen Sonne, Meer und Gemeinschaft.


Anreise – und die erste Herausforderung
Schon die Anreise war ein kleines Erlebnis. Gemeinsam mit meinen beiden Tenniskollegen Alexander und Dirk, unserem zuverlässigen Mercedes-Fahrer, ging es entspannt Richtung Süden. Wir waren gut unterwegs und hatten sogar genug Zeit, die Burg in Bled zu besteigen. Die Fahrt verlief problemlos – bis zum ersten Zwischenstopp in Villach (Österreich).
Dort erwartete uns ein Dreibettzimmer – und damit begann bereits die erste sportliche Herausforderung des Wochenendes: Schlafen.
Denn einer von uns entwickelte nachts eine Schnarch-Lautstärke, die man vermutlich noch in Slowenien gehört hat. Die erste Nacht war kurz… sehr kurz. Auch unser Barbesuch in Villach konnte daran nichts ändern.

Ankommen in Vrsar – Traumlage, Traumwetter… und Traumlärm
In Kroatien angekommen, bezogen wir unsere Unterkunft in der wunderschönen Anlage „Select Belvedere“, direkt am Meer gelegen. Schon der Sektempfang und das erste Kennenlernen der Trainer sorgten für beste Stimmung. Die Lage war wirklich traumhaft: Sonne, Wasser, Palmenfeeling – und ein Wetter, wie wir es uns nicht besser hätten wünschen können.
Allerdings: Der Speisesaal und auch die Nächte blieben laut.
Nicht nur die Gänse und Möwen gaben ihr Bestes, auch eine Gruppe junger Leute aus Belgien – offenbar ein Klassentreffen oder Abi-Treffen – feierte teilweise bis tief in die Nacht.
Man konnte sagen: Mediterranes Urlaubsgefühl inklusive Live-Konzert… ohne
Eintrittskarte.

Sportprogramm – und das war kein Spaziergang
Das sportliche Programm begann bereits am Sonntag – und zwar früh:
07.30 Uhr Frühsport. Allein diese Uhrzeit war für manche schon eine kleine Zumutung. Doch nach Frühsport, Übungen und einem vielseitigen Frühstück ging es richtig los: 90 Minuten Tennistraining, in Vierergruppen, betreut von insgesamt fünf sehr guten Tennistrainern.
Coaches Tennis:
Martin Ahne, Johannes Rittmaier, Fabian Brack, Thomas Zeitler
Cheftrainer: Dominik Wagenhäuser
Es wurde intensiv trainiert: Aufwärmen, Technik, Schläge aller Art – Stoppbälle,
Aufschläge, Volleys, taktisches Spiel und das gesamte Tennissystem.

Man merkte schnell: Das ist kein Urlaub – das ist Vorbereitung!
Wer wollte und Lust hatte, konnte außerdem auch das Paddelspielen ausprobieren. Die kurze Wanderung vom Apartment zur Tennisanlage war für mich persönlich jedes Mal ein echtes Highlight: Der Weg führte direkt am Meer entlang, vorbei an der Küste – ein wunderbarer Ausgleich zum Training, das bei vielen von uns ordentlich Muskelkater erzeugte.


Insgesamt standen uns dort 10 Sandplätze, 2 Tennishartplätze und 2 Paddel-courts zur Verfügung – eine beeindruckende Anlage, und das alles in unmittel-barer Nähe des Strandes. Auch die Tennis-Kids waren begeistert.
Besonders schön war, dass auch einige unserer Tennis-Kids bzw. Jugendlichen mit dabei waren. Und man hat gemerkt: Den jungen Spielerinnen und Spielern hat das Camp richtig gut gefallen.
Für sie war es bestimmt nicht nur ein Erlebnis, sondern auch eine echte Bereicherung – und ganz sicher eine Verbesserung ihrer Spielweise. So ein intensives Training mit mehreren Trainern bekommt man schließlich nicht alle Tage.

Yoga, Fitness und ein verdienter Hunger
Neben Tennis wurden auch Yoga- und Fitnesskurse angeboten, die von vielen aus unserer Gruppe rege genutzt wurden. Und man muss sagen: Es hat Spaß gemacht – auch wenn man am nächsten Tag wusste, welche Muskeln man sonst im Alltag eher nicht benutzt.
Coaches Yoga: Sabrina Neu und Kilian Wahler
Coach Fitness: Katalin von Halem


Nach so einem Tag hatten wir dann allerdings vor allem eins: Hunger.
Das Abendessen war umfangreich und sehr gut – und bei uns dreien durfte natürlich auch ein kühles Bier nicht fehlen. Es schmeckte jeden Abend aufs Neue hervorragend. Und wie es sich gehört, folgte danach oft noch ein kleiner „Absacker“ – meist ein Slivowitz, der uns, je öfter wir ihn probierten, irgendwie immer besser schmeckte…

Auch Land und Leute kennenlernen – Ausflüge inklusive
Natürlich bestand die Woche nicht nur aus Tennis. Wenn am Nachmittag etwas Luft war, haben wir versucht, den Unterricht so zu legen, dass wir auch einmal etwas vom Land sehen konnten. Und das hat sich wirklich gelohnt.
So machten wir zum Beispiel einen Ausflug nach Rovinj – eine wunderschöne Stadt mit mediterranem Flair, engen Gassen und einem ganz besonderen Charme. Ein weiteres Highlight war der Besuch der Insel Brioni. Diese Inselwelt war nicht nur landschaftlich beeindruckend, sondern auch sehr interessant.
Auch eine Schifffahrt stand auf dem Programm, außerdem machten wir kleinere
Wanderungen, um die Umgebung zu erkunden. Und selbstverständlich durfte dabei auch das eine oder andere feine Eis nicht fehlen – und gelegentlich ein gutes Glas kroatischen Wein.

Ostern in Kroatien – ein besonderer Moment
Ein schönes Erlebnis war für mich auch der Besuch der Ortskirche an Ostern. Die Kirche war sehr stimmungsvoll – und besonders beeindruckend war die persönliche Begrüßung durch den kroatischen Pfarrer. Das war ein Moment, der in Erinnerung bleibt und der Reise auch eine ruhige, feierliche Seite gab.

Sechs Trainingstage wie im Flug
Mit den sympathischen Tennistrainern und dem Cheftrainer Dominik Wagenhäuser vergingen die sechs Trainingstage wie im Flug. Alles war gut organisiert, sportlich, pünktlich, anspruchsvoll und gleichzeitig sehr kamerad-schaftlich. Man merkte: Dieses Camp war nicht nur Training – es war auch Gemeinschaft, Zusammenhalt und Tennisabteilung pur.

Und dann… das Ende, das ich nicht gebraucht hätte
Für mich persönlich endete das Camp leider etwas unglücklich:
Am letzten Trainingstag, in der letzten halben Stunde, zog ich mir doch tatsächlich noch einen schmerzhaften Muskelfaserriss in der rechten Wade zu.
Das hätte ich mir wirklich sparen können – aber so ist Sport manchmal. Wahrscheinlich war es der Ehrgeiz… oder der Slivowitz vom Vorabend. Wer weiß das schon.

Heimreise mit Zwischenstopp – BMW Open in München
Auf der Rückreise war wie geplant ein Zwischenstopp in München/Erding im Holiday Inn vorgesehen. Denn wir drei hatten uns vorgenommen, die BMW Open zu besuchen. Und das war ein voller Erfolg: Mehrere interessante Qualifikationsspiele konnten wir auf dem Centre Court und den Nebenplätzen bestaunen. Spitzentennis live zu sehen war ein schöner Abschluss dieser sportlichen Woche. Auch das ganze Spektakel drumherum war sehenswert.
Fazit – mein erstes Camp… und bestimmt nicht das letzte?
Ich war am Ende froh, wieder gesund – naja, fast gesund – nach Hause zu kommen. Aber ich muss ehrlich sagen:
Dieses Tenniscamp war eine rundum gelungene Veranstaltung unserer Tennisabteilung. Es hat allen gefallen, es war bestens organisiert, sportlich fordernd und menschlich einfach schön.
Und wer weiß… vielleicht war es nicht die letzte Tennisaktion.

Zum Schluss möchte ich noch etwas Persönliches sagen:
Ich bin nicht mitgefahren, um plötzlich besser Tennis zu spielen – das muss ich in meinem Alter nicht mehr. Ich bin mitgefahren, weil ich viele Jahre Abteilungsleiter dieser erfolgreichen Tennisabteilung war und weil ich einfach gerne dabei bin, wenn unsere Gemeinschaft etwas Besonderes erlebt.
Dabei sein – das war meine Motivation.

Verfasst von Hubert Schott

®FC Frankonia Eltingshausen 2020
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