Großes Teamwork beim Heimsieg

28. Juni 2020

Da flog der Schläger in den Wald. Vermutlich wäre dieser Vorgang gar keine Randnotiz wert, würde es sich bei dem Werfer nicht um unsere número uno Dominik Neugebauer handeln. Denn dieser ist als vorbildlicher Sportsmann, überaus disziplinierter und ruhiger, ausgeglichener Charakter bekannt, der selten die Contenance verliert. Beleg dafür auch der überaus faire Zug, dass er der Bitte der Gäste entsprach, das Einser-Einzel bereits um 12 Uhr beginnen zu lassen, um deren Top-Mann das Spiel zu ermöglichen. In dieser vorgezogenen Partie fand Neugebauer jedoch zu keiner Zeit zu seiner Form gegen einen starken, äußerst unbequem zu spielenden Kontrahenten. Dieser beschränkte sich vornehmlich auf sicheres Bringen der Bälle verbunden mit einer extremen Laufarbeit, legte es kaum auf Winner-Schläge an – und entnervte Neugebauer mit dieser Strategie völlig. Hinzu kamen bei Neugebauer ungewohnte Probleme mit dem Aufschlag und eine recht hohe Fehlerquote. Dennoch verlief der erste Satz bei schwülen Temperaturen ausgeglichen, keiner der beiden Athleten konnte sich in irgendeiner Phase absetzen. Doch beim Stand von 4:5 aus Sicht unseres Kapitäns kassierte er erneut ein Break und musste den ersten Durchgang abgeben. Dies hinterließ offenbar Spuren, denn im zweiten Satz präsentierte sich Neugebauer völlig von der Rolle und beendete das Match – an diesem Tag mehr als bezeichnend – mit einem Doppelfehler. Der anschließende Schlägerwurf verdeutlicht jedoch nur den hohen Anspruch, den Neugebauer an sich selbst hat. Entsprechend geknickt und enttäuscht äußerte dieser sich nach der Begegnung: „Mir tut es so leid für die Mannschaft. Eigentlich hatte ich gehofft, uns schon mal einen Vorsprung verschaffen zu können.“

„Kopf hoch, wir sind zu sechst“, munterte Teamkollege Markus Schott ihn auf. Und diese sollten ihn nicht im Stich lassen. Neuzugang Sebastian Schübert besorgte bei seinem Debüt im Schnelldurchlauf mit einem 6:0, 6:0 den Ausgleich und dominierte seinen Gegenspieler dabei nach Belieben. Und auch Björn Seidl (6:2, 6:1) und Thomas Eichhorn (6:3, 6:2) hatten mit ihren Gegnern kaum Probleme und zeigten eine hervorragende, konzentrierte Leistung. Besonderes Lob gilt jedoch Mario Wirth: mit einer beherzten und kampfbetonten Vorstellung blieb er im Matchtiebreak gegen einen guten, aggressiven Gegner gewohnt cool und besorgte den so wichtigen vierten Matchpunkt. Der war vor allem deswegen so wertvoll, weil neben Neugebauer auch Schott sein Einzel sang- und klanglos verloren hatte – 2:6, 2:6. „Es nervt ungemein, nicht mal ansatzweise sein bestes Tennis auf den Platz bringen zu können“, zeigte sich Schott hernach von seiner Leistung enttäuscht und erntete zustimmendes Kopfnicken von Neugebauer.

In den abschließenden Doppeln musste also nur ein Sieg her, das Ziel lautete jedoch, alle drei Doppel gewinnen zu wollen. Daher wählte man auch nicht die logische, vermeitlich sichere Doppelaufstellung, sondern eine Perspektivische. „Wir werden im Doppel zukünftig sicher immer wieder mal punkten müssen“, erklärte der Kapitän den Schachzug, sich vor allem auf die Entwicklung der Spielfähigkeit im Doppel zu konzentrieren. Daher traten Neugebauer/ Seidl im Einser-Doppel an und gewannen dieses souverän 6:2, 6:2. Im Zweier-Doppel tat sich das Duo Schübert/ Schott gegen ein starkes gegnerisches Tandem mit ihrem (7:5, 6:3) schon schwerer. Die Einzel-Helden Eichhorn/ Wirth zogen dagegen im Matchtiebreak – ebenfalls gegen ein starkes Duo – nach einer fantastischen kämpferischen Leistung den Kürzeren. Am Ende hieß es dann 2:6, 7:6, 7:10, doch zu diesem Zeitpunkt war der Gesamtsieg längst gerettet.

Weiter geht es am kommenden Samstag, wenn die Zweitvertretung des TC Rot-Weiß Gerbrunn zu Gast auf unserer wunderschönen Tennisanlage ist. Unsere „Zweite“ spielt parallel beim TC Zeil und wird den nächsten Anlauf nehmen, den allerersten Sieg einzufahren.

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