Titel sind vergeben – perfektes Wetter bildet den Rahmen

20. September 2023

Der TschuggiMuggi Cup 2023 ist Geschichte.

Am vergangenen Wochenende fanden die Platzierungs – und Finalspiele statt. Bereits am Freitag Nachmittag konnte man sich auf der Anlage wohl fühlen, Kaffee und Kuchen luden zum Verweilen ein. Dazu gab es noch sehenswerte Matches und auch mit dem Finale um die goldene Himbeere (Damen Trostrunde) ein finales Highlight. Hier trug sich Kirsten Greubel als Siegerin ein, die zwar das Halbfinale verloren hatte, aber durch die Krankheit von Carlotta Köth dann doch ins Finale gerutscht ist. Dort stand ihr Anna Reuß gegenüber und versuchte mit tollen Grundschlägen und versierten Spiel gegenzuhalten. Den 7:5 6:3 Erfolg der Arnshäuserin konnte die junge Dame aus Euerdorf dann aber nicht abwenden. Der Pizzaofen war da bereits auch aktiv und die ersten italienischen Backwaren gingen über den Tresen. Den dritten Platz sicherte sich, bei ihrer ersten Teilnahme, Jennifer Rüger.

Morgens um 9 Uhr am darauffolgenden Samstag begannen dann die weiteren Begegnungen. Hierbei kam es im Tagesverlauf auch wieder zu der ein oder anderen Partie „Alt gegen Jung“. Wenn in der Gruppenphase oder den KO Spielen hier noch die „Alten“ meist gesiegt hatten, so wendete sich das Blatt. Niklas Bauer, Marius Greubel, Moritz Bambach, Julius Blaßdörfer gewannen allesamt ihre Partien gegen doch deutlich ältere Spieler. Timo Greubel und Neo Fuchsstadt komplettierten dann mit Erfolgen gegen nahezu gleich junge Gegner das „Young Guns Erfolgsspektakel“.

Während sich die leider nicht so zahlreich erschienen Zuschauer, das leckere Weißwurstfrühstück schmecken ließen kam es beim Mixed Finale zur Wiederauflage des Halbfinals. Auch hier muss man erwähnen dass durch die Verletzung von Katrin Gröning eine Sonderregelung für die Halbfinalspiele ausgemacht wurde. Die Motivation von Anna Reuß, in ihrem 2. Finale und Mario Wirth, dem Einzelsieger aus dem Vorjahr war dementsprechend groß. Im Semifinale noch sehr glatt mit 2:6 0:6 unterlegen, wurde es auch im Match enger. Aber Carolin Hartung und Claus-Peter Köth zogen ihre Kreise und ließen sich nicht aus der Ruhe bringen. Am Ende prankte ein 6:2 6:4 an der Anzeigetafel und die beiden Eltingshäuser durften am Abend dann die Pokale in den Himmel strecken.

Auch das Finalspiel um die goldene Ananas (Trostrunde) begann und Jan „Schröder“ Sciarotta-Kraft kämpfte sich gegen Dominik Röhner in die Partie. Von außen gesehen war es ein Match auf Augenhöhe und „Schröder“ imponierte mit schnellen Beinen und leidenschaftlicher Emotion. Röhner, der sich bereits 2021 schon den Titel der Goldenen Ananas gesichert hatte, bestach aber ein ums andere Mal mit perfekter Übersicht und mit fortlaufender Matchdauer gewann er deutlicher die Überhand. Am Scoreboard stand dann ein 6:3 6:4 für den Lehrer, der sich bei der Siegerehrung vereinzelt Sprüche ob des Zerstörens der Trophäe vor 2 Jahren anhören durfte. Besserung gelobte er, so dass Steffen Hartung ihm den Pokal dann auch in sichere Hände übergab. Drittplatzierter wurde, wie bei der goldenen Himbeere, ein Neu-Teilnehmer. Im Spiel um den dritten Podestplatz setzte sich Andreas Thurm (nicht im Bild) gegen Leo Kimmel durch.

Das Damenfinale konnte nun also beginnen. Die Seriensiegerin und bisher alleinige Gewinnerin der Damenkonkurrenz überhaupt, Carolin Hartung, hatte es in diesem Jahr mit einem Neuling zu tun. Nachdem bisher Sina Neugebauer und Sarah Kimmel sich die Zähne ausgebissen haben, stand nun Steffi Bartel auf der Gegenseite. Wie Carolin betonte, ja auch 5 Jahre jünger als sie selbst. Bartel und Hartung starteten beide recht gut in die Begegnung als Mitte des ersten Satzes es zu den entscheidenden Szenen kam. Beim Stand von 3:2 für Hartung gelang es ihr, ihren eigenen Aufschlag trotz doppelten Doppelfehler zu halten und das Break zuvor zu bestätigen. Bartel zeigte zwar äußerlich keine Regung, aber nachdem dann nach 7! maligen Einstand bei ihrem eigenen Aufschlagspiel Carolin das Doppelbreak mitnahm war der erste Durchgang passe. Etwas zufriedener zeigte sich die sportlich durchtrainierte Hartung mit dem Matchverlauf. Aber wie bereits im Halbfinale, als Steffi den ersten Satz verloren hatte, kamen nun die Stehaufqualitäten wieder zum Vorschein. Hin und her ging es in Satz 2 und Caro Hartung musste alles an Kraft und Wille aufbringen um nicht in den dritten Durchgang zu müssen. Mit 7:6 im TieBreak gelang ihr dann der Matchgewinn und mit großem Applaus wurden beide Damen beim ShakeHands von den Zuschauern bedacht. Damit nahm Hartung ihren dritten Sieg in Folge mit und fragte direkt bei der abendlichen Siegerehrung ob nun auch der Pokal bei ihr bleibt. (bei den Herren nach dreimaligen Sieg) Selbstverständlich zog man hier die Gleichberechtigung für alle in Betracht und Hartung freut sich nun über einen dekorativen glänzenden Gegenstand im häuslichen Bereich.

Die beiden Herrenfinalgegner Dominik Neugebauer und Sebastian Schübert durften sich dann noch ein wenig gedulden, da sich Julius Blaßdörfer und Mario Wirth im Spiel um Platz 3 ein hochklassiges Spiel lieferten und erst im hochspannenden Match TieBreak dann der Erfolg Blaßdörfers feststand.

Dann war es aber soweit. Mit den Einzugsmelodien berichtete Steffen Hartung mit einigen kurzweiligen Sätzen über den bisherigen Turnierverlauf der beiden. Auch kam zur Sprache, dass es dieses Duell noch gar nicht gegeben hatte bisher. Auch nicht außerhalb des TMC. Nun waren also die Augen auf die Nummer 1 des Vereins, Dominik Neugebauer gerichtet, der mit Schübert den mehrmaligen TMC Sieger auf der Platte hatte. Der erste Satz war recht ausgeglichen und beide Spieler blieben ab und an etwas fehleranfällig. Die Aufschläge von Sebastian waren an diesem Tag sehr stark und das Returnspiel Neugebauers erlangte nicht die gewünschte Länge. Demnach war es dann beim Stand von 4:3 für Schübert soweit, dass dieser sich das Break holte und dann auch souverän zum 6:3 Satzgewinn ausservierte. Im ersten Spiel des 2. Satzes kam es dann leider zur Unterbrechung. Bei einem Netzangriff Neugebauers blieb dieser mit der rechten Fußspitze seitlich im Sand hängen und der Knöchel knickte um. Ein kurzer, schmerzerfüllter Ruf hallte über die Anlage. Dominik lag im Sand, berappelte sich ein wenig, spürte aber gleich, dass das Aufstehen so nicht möglich war. Schnell wurde Eis zum Kühlen gebracht. Nachdem dann Neugebauer zur Bank getragen wurde, vergingen einige Minuten bis nach einem kurzen Versuch des Auftretens, es klar war, dass es nicht weitergehen konnte. Für die Zuschauer, den Gegner, aber vor allem für Dominik Neugebauer eine unschöne Situation. Tröstender Applaus begleitete ihn dann zum Auto, um dem Fuß ausreichend Ruhe geben zu können. (Info: Im Nachgang wurde bekannt, dass angerissene Bänder Innen sowie Außen mit einem gestauchten Knöchel als Diagnose einhergingen) Die besten Genesungswünsche gehen auf jeden Fall an ihn, sowie an die am Ende doch leider größere Anzahl an Ausfällen rund um den TMC23. Schübert durfte zwar den Pokal entgegennehmen, aber wirklich Freude sieht sicher anders aus.

Der Sonntag stand dann im Zeichen der Jugend. Der TschuggiMuggi Kids Cup nahm die Anlage ein. Patrick Zänglein hatte sich wieder hervorragende Gedanken gemacht, um an nur einem Tag die Spiele durchführen zu können. Durch Gruppenmatches, die ausschließlich im MatchTiebreak ausgetragen wurden, erspielten sich die besten acht ihr Ticket für das Viertelfinale. Dann ging es in KO Spielen weiter bis sich im Finale dann Jan Büttner und der Vorjahressieger Lio Gröning gegenüber standen. Hier konnte sich dann, wie schon am Vortag bei den Erwachsenen der Finalerfahrene durchsetzen und seinen Titel verteidigen. Im Match um Platz drei erreichte durch einen knappen 11:9 Sieg Ben Schübert noch das Podium. Leni Zänglein musste sich hier geschlagen geben, nachdem die Partie auf absoluter Augenhöhe verlaufen war. Dadurch nahm sie auch die beste Position der jungen Damen ein, die von Gemma Wirth und Lotte Hartung direkt gefolgt wurde. Auch Emma Schneider komplettierte das Quartett der Mädels. Insgesamt waren 13 Kinder im Alter von 8-13 Jahren am Start.

Allen Gewinnerinnen und Gewinnern den herzlichsten Glückwunsch, den Verletzten gute Besserung und Genesung sowie allen anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern viel Freude weiterhin beim Ausüben des Tennissports. Auf 2024….!

Ach ja, die Wahl zum „Best Picture 2023“ stand noch an. Hier konnte sich das Bild von und mit Silke Greubel, Melina Bambach, Uli Spahn und Steffen Hartung knapp gegen Susanne Blaßdörfer und Carlotta Köth durchsetzen.

 

 

 

 

Das Orga-Team bedankt sich recht herzlich bei allen Teilnehmern, allen Helfern, hier allen voran an Michael Bambach, Hubert Schott und Patrick Zänglein, und allen anwesenden Zuschauern.

 

Hier noch ein paar kurze Finaltagsimpressionen:

®FC Frankonia Eltingshausen 2020
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