Tschuggimuggi-Cup 2020: Schmidova sorgt für Familienduell – Hartung hadert

29. Juni 2020

Am Rande des Medenspiels unserer „Ersten“ gegen den TC Hammelburg (6:3) fand die viel erwartete Auslosung zum diesjährigen Tschuggimuggi-Cup statt. Aufgrund der starken Regenfälle zwar mit gehöriger Verspätung, dafür aber mit einem absoluten Highlight: auch in diesem Jahr konnten wir als Losfee unsere bezaubernde Trainerin Tereza Schmidova gewinnen.

Die Auslosung begann mit der Konkurrenz im Herren-Doppel. Nach dem bewährten Schema wurden im Kampf um den 3. & 4.-Bryan-Brother-Cup acht gesetzten, erfahreneren Spielern jeweils ein etwas unerfahrenerer Partner zugelost. Jan-Sciarrotta-Kraft äußerte für seine Doppel-Premiere nur den frommen Wunsch, mit seinem Freund Björn Seidl zusammen spielen zu dürfen: „Der Schwede als Partner wäre natürlich ein Traum.“ Doch Fortuna hatte andere Pläne mit dem 44-jährigen „Schröder“ und bescherte ihm als Partner Reiner Neugebauer, während Seidl mit Uli Spahn an den Start gehen wird. Letztere dürften zum Favoritenkreis zählen wie auch Titelverteidiger Tommy Eichhorn, an dessen Seite sich in diesem Jahr der Debütant Tobias Gröning versuchen darf. Deren Gruppe A wird komplettiert durch die Geheimfavoriten Marco Danz und Markus Seifert sowie dem Vorjahresduo Steffen Hartung und Peter Fuchsstadt. In Parallelgruppe B befinden sich hingegen die Top-Favoriten, bei deren Zulosung Schmidova ein raffiniertes Händchen besaß: unser Trainer und amtierender Tschuggimuggi-Cup-Sieger Sebastian Schübert zusammen mit Abteilungsleiter Hubert Schott!!!  Das Gespann wird herausgefordert von Bastian Steuerwald und Alexander Kuhn, den bereits erwähnten Neugebauer/ Sciarrotta-Kraft sowie dem Duo aus Vorjahressieger Michael Nöth und Dirk Menge. Turnierleiter Markus Schott, der sich bei der Organisation in diesem Jahr der tatkräftigen Unterstützung von Steffen Hartung und Sebastian Schübert erfreuen darf, betonte abschließend den Unterschied zwischen Einzel- und Doppelwettbewerb: „Im Gegensatz zum Einzel wird ein möglicher dritter Satz im Matchtiebreak entschieden, während ein möglicher Entscheidungssatz im Einzel komplett ausgespielt wird.“

Auch der Tschuggimuggi-Cup erhielt in diesem Jahr noch einmal einen gewaltigen Zuwachs. Die Maximalzahl von 32 Teilnehmern wird auf acht Vierergruppen verteilt, die von acht gesetzten Spielern angeführt werden. Bei diesen handelt es sich um Titelverteidiger Schübert, der kaum Probleme haben wird, den Gruppensieg klar zu machen. Dahinter wird es jedoch spannend, denn mit Marco Greubel, Mario Wetterich und Dominik Paradies kämpfen drei Neulinge um den Einzug ins Tschuggimuggi-Achtelfinale. Als frisch gebackener Mannschaftsspieler dürfte Paradies leicht favorisiert sein, doch auch mit dem langjährigen Tennisspieler Greubel dürfte zu rechnen sein.

In Gruppe B besitzt sicher Marco Danz die besten Karten, wohingegen Lukas Karch trotz seiner bereits dritten Tschuggimuggi-Teilnahme nur als Außenseiter gehandelt wird. Die mit drei Mannschaftsspielern gespickte Gruppe wird durch die beiden Freunde Claus-Peter Köth und Uli Spahn komplettiert, die sich im direkten Duell um den zweiten Platz duellieren dürften, sollte sich Danz nicht einen Ausrutscher erlauben.

Auch in Gruppe C führt im Normalfall kein Weg an dem zuletzt in großartiger Form aufspielenden Gruppenkopf Mario Wirth vorbei. Herren-40-Spieler Alexander Kuhn könnte dahinter die Chance auf den ersten Endrundeneinzug seiner Tschuggimuggi-Karriere wittern. Mit den Fußballern Fabian May und Jasper Kromer warten jedoch talentierte Herausforderer, denen mit ihren guten koordinativen Fähigkeiten einiges zuzutrauen ist.

Dem stest nach Herausforderungen lechzenden Christian Ament bescherte Glücksfee Schmidova spannende Aussichten. Im Vergleich mit dem favorisierten Tommy Eichhorn wird er dem amtierenden Doppel-Champion alles abverlangen, doch selbst bei einer Niederlage winkt ihm ein Achtelfinal-Duell mit Mario Wirth. Diesen besiegte er beim letztjährigen Tschuggimuggi-Spiel um Platz 5, weshalb sich beide auf eine eventuelle Neuauflage freuen dürften. Zuvor muss sich Ament jedoch in Gruppe D noch gegen Paul Müller und Stefan Rieger durchsetzen. Trotz seines Einzugs in die Zwischenrunde im Vorjahr dürfte Müller in dieser Gruppe der große Außenseiter sein.

Auch in diesem Jahr dauerte es nicht lange, bis der Begriff „Todesgruppe“ die Runde machte. Dabei handelt es sich sicher um Gruppe E mit Markus Schott als gesetzter Gruppenkopf. Doch mit dem Oerlenbacher Markus „Wobbler“ Seifert und Ananas-Cup-Finalist Michael Nöth wetzen zwei ambitionierte Mannschaftsspieler bereits die Messer. Zu guter Letzt fischte Schmidova auch noch den Namen von Steffen Hartung aus dem Lostopf, der damit erneut zur tragischen Figur der Auslosung wurde. Beinahe schon traditionell fand sich Hartung somit in der vermutlich schwersten Vorrunden-Gruppe des Turniers wieder. Dennoch nahm er das Los gelassen hin und gibt sich stattdessen kämpferisch. Vielleicht bietet sich in diesem Jahr endlich die Chance, den Fluch zu brechen.

Bei seinem Schwager Michael Bambach hingegen kann man durchaus von Losglück sprechen, darf er sich doch mit den Neu-Tschuggimuggisten Michael Moritz und Peter Steuerwald messen. Letzterer dürfte vor allem auf das Familienduell mit seinem Sohn Bastian hinfiebern, wohingegen Bambach als Mannschaftsführer unserer Herren-40 vor allem auf den zweiten Platz schielen dürfte. Der erste Achtelfinaleinzug im zweiten Jahr wäre in diesem Fall ein mehr als beachtliches Ergebnis für ihn und eine Belohnung für sein großes Engagement in der Tennisabteilung.

In Gruppe G dürfte es im Kampf um den Gruppensieg am spannendsten werden. Routinier Reiner Neugebauer hat es mit den ambitionierten Patrick Zänglein und Dr. Michael Seufert zu tun. Als amtierender Ananas-Champion dürfte Seufert den nächsten Schritt gehen wollen, doch auch Zänglein machte zuletzt mit gewaltigen Fortschritten auf sich aufmerksam. Neuling Alexander Feser wird in diesem Konzert der drei Großen nur eine Nebenrolle zugetraut, doch als unbeschriebenes Blatt hat er im Grunde nicht viel zu verlieren. Womöglich macht er sich diese Unbekümmertheit noch zu Nütze.

Als Vorjahresfinalist wäre alles andere als der Gruppensieg für Björn Seidl eine faustdicke Sensation. Mit Alexander Schott erwartet ihn zwar ein alter Tschuggimuggi-Hase, doch „Flamingo“ Seidl dürfte auch für den FC-Vorstand eine Nummer zu groß sein. Für den jüngsten Teilnehmer im Feld, den 15-Jährigen Timo Greubel, wird das Turnier sicher eine großartige Erfahrung sein und Seidls erster Kalauer ließ nicht lange auf sich warten: „Muss ich den dann vor dem Spiel mit dem Auto abholen?“ Zumindest für ein halbwegs versöhnliches Ende sorgte Schmidova indes für Jan Sciarrotta-Kraft. Nachdem sich dessen Wunsch nach einem gemeinsamen Doppel zunächst nicht erfüllt hatte, trifft er nun wenigstens im Einzel auf sein großes Vorbild Seidl.

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